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Naturverträgliches Klettern

Für ä respektvolle Umgang mit Natur und Umwelt

13 Tipps für naturverträgliches Klettern

Felsgebiete sind wertvoller Lebensraum und Rückzugsgebiete für Tiere und Pflanzen. Die Felsnischen bieten felsbrütenden Vögeln Nistplätze und Unterschlupf sowie fördern die verschiedenen Expositionen die Pflanzenvielfalt. Wir Kletterer haben deshalb eine grosse Verantwortung, dass diese Lebensräume erhalten bleiben.


Mit diesen Tipps bewegst du dich rücksichts- und respektvoll in der Natur. So leistet du einen grossen Beitrag, damit wir Kletterer die einmaligen Naturerlebnisse am Felsen auch in Zukunft geniessen können.

Vielen Dank für deine Mithilfe.


1. Beachte Einschränkungen

Informiere dich rechtzeitig über Kletterverbote, saisonale Sperrungen und weitere Einschränkungen. Informationen findest du auf dem SAC-Tourenportalwww.wildruhezonen.ch und in Kletterführern. Beachte zudem Informationstafeln vor Ort.

2. Benutze bestehende Zu- und Abstiege
Damit verhinderst du Bodenerosion und schonst sensible Lebensräume für Pflanzen und Wildtiere. Respektiere Privatland und schliesse Weidegatter.


3. Benutze Umlenkungen und schone Pflanzen und Nistplätze

Felskopf-Flora ist besonders empfindlich und selten. Meide stark bewachsene Felsen, entferne keine Pflanzen aus Felsritzen und umgehe Nistplätze felsbrütender Vögel grosszügig. Vermeide Lärm. Musik und lautes Rufen stört Tiere und andere Kletterer.


4. Halte das Klettergebiet sauber
Nimm Abfall wieder mit ins Tal. Halte für die Notdurft gebührend Abstand zu Kletterfelsen und Gewässern, decke Exkremente und Toilettenpapier zu. Papiertaschentücher oder gar Feuchttücher sind wegen der langen Verrottungsdauer ungeeignet.

5. Praktiziere Drytooling in dafür vorgesehenen Gebieten

Das Erschliessen und Sanieren von Klettergebieten benötigt einen grossen Aufwand. Die Steigeisen verkratzen den Felsen und sind nicht im Sinne der Erschliesser.


6. Entferne Tickmarks

Tickmarks helfen dir den einfachsten Weg durch die Route zu finden. Dieser Weg hilft aber nicht allen folgenden Kletterer und stört deren Aufmerksamkeit bei der Wegfindung. Bürste deshalb nach Beendung alle Tickmarks weg. 


7. Saniere und erschliesse Routen in Absprache

Saniere Routen in Absprache mit der IG Klettern oder Rebolting und zusätzlich mit den Erstbegehern. Überlege dir bei einer Neuerschliessung, ob sich das «Putzen» lohnt und hole die Zustimmung des Grundbesitzers.


8. Benutze bestehende Feuerstellen
Jede neue Feuerstelle zerstört Vegetation und Boden für Jahre. Beachte die aktuelle Waldbrandgefahr.


9. Reise umweltverträglich an
Nutze die vielen Vorteile öffentlicher Verkehrsmittel. Falls es ohne Auto nicht geht: Fahrgemeinschaften bilden und Mobility oder Alpentaxi für Teilstrecken einsetzen. Du entlastet so die Umwelt und Parkmöglichkeiten sind in vielen Klettergebieten rar.


10. Berücksichtige Fahr- und Parkverbote
Auf Waldstrassen gilt meist ein Fahrverbot. Vermeide wildes Parkieren - dieses ist ein Ärgernis für Landwirte und Grundeigentümer und kann Flurschaden anrichten.


11. Konsumiere lokal und schone Ressourcen
Übernachte vor Ort und kaufe lokal ein, um die Bergregionen zu fördern und die Ökobilanz deiner Tour zu verbessern. Gehe sparsam mit Wasser und Energie in den Gebirgsunterkünften um.


12. Campiere, aber richtig
Wenn du im Freien übernachten möchtest, kläre vorgängig ab, ob es erlaubt ist. Lass nichts zurück ausser deinen Fussabdrücken.


13. Führe deinen Hund an der Leine, insbesondere im Wald
Wildtiere flüchten vor freilaufenden Hunden und werden häufig von ihnen gejagt. Das bedeutet viel Stress für die Wildtiere.