Monitoring von Felsbrütern im Kanton Solothurn 2025
2. Dezember 2025
Im Februar 2025 wurde in vier Klettergebieten ein mehrjähriges Monitoring für die auf der Roten Liste als verletzlich eingestuften Wanderfalken und Uhus gestartet. An diesen bereits bekannten Brutstandorten wurde zwischen Februar bis Juli mittels Begehungen und akustischen Aufnahmen untersucht, ob aktive Bruten oder potenziellen Bruten (Anwesenheit eines Brutpaares) zu finden sind. Das Monitoring wurde vom Artenspezialisten Elias Bader (inTieressiert GmbH) durchgeführt.
Es wurden Horststandorten in folgenden Klettergebiete untersucht:
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Region Vorberg: Glattiflue
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Region Wannenflue: Leenflue
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Region Chluser Roggen: Klus
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Region Balsthal: Holzflue / St. Wolfgang
Ergebnisse 2025
Wanderfalke
Es konnten 2025 in den untersuchten Gebieten keine Bruten nachgewiesen werden, die langjährigen Horststandorte blieben verwaist. Die Gründe sind unklar. Die Kletterei als mögliche Ursache wird als eher unwahrscheinlich eingeschätzt.
Uhu
An beiden untersuchten Standorten wurde jeweils ein Uhu-Paar nachgewiesen. Bei einem Standort kam es zu einer erfolgreiche Brut mit einem ausgeflogenen Jungvogel, beim anderen Standort gab es keine Hinweise auf Jungvögel.
Ausblick
Das Monitoring wird im Jahr 2026 (Februar – Juli) im gleichen Rahmen weitergeführt.
Das Monitoring wird wiederum von Elias Bader durchgeführt und erfolgt im Austausch mit der Schweizerischen Vogelwarte, dem Schweizer Alpen-Club SAC, der IG Klettern Jurasüdfuss und den Natur- und Vogelschutzvereinen Oensingen und Balsthal.
Falls Bruten festgestellt werden, kann es zu temporären Sperrungen von Kletterouten kommen. Der Zeitraum der Sperrung ist artabhängig und kann bis Mitte Juli dauern. Sichtbar sind die Sperrungen durch Hinweisschilder am Anfang der jeweiligen Kletterrouten, auf dem SAC-Tourenportal und edition Filidor.


